Reinraum-Umkleideverfahren SOP – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von GMP Grade

SOP-Leitfaden
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Reinraum-Umkleideverfahren SOP – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von GMP Grade

Von der Unterwäsche bis zu den Handschuhen: die standardisierte Anziehsequenz für die GMP-Klassen A/B, C und D. Enthält qualitätsspezifische Unterschiede, häufige Fehler und eine revisionssichere Validierungscheckliste.

Reinraumbetreiber führt das Umkleideverfahren in vollständiger PSA durch, bevor er den GMP-Reinraum betritt

Die standardmäßige GMP-Anziehsequenz – Anziehreihenfolge

Die Anziehsequenz verläuft von der innersten Bekleidungsschicht zur äußersten. Jede Schicht wird in einer Reihenfolge angelegt, die das Kontaminationsrisiko während des Anziehvorgangs selbst minimiert. Die Standardsequenz gilt für alle GMP-Qualitäten, mit zusätzlichen Anforderungen bei höheren Qualitäten.

  1. Unterwäsche — Ziehen Sie im Vorraum für den Umkleidebereich spezielle Reinraumunterwäsche an. Für Klasse A/B: komplette Reinraumunterwäsche (oben und unten). Für Klasse C/D: Reinraumunterwäsche empfohlen.
  2. Overall — Ziehen Sie den Overall an, beginnend mit den Beinen, dann mit den Armen, und schließen Sie dann den Reißverschluss oder schließen Sie den vorderen Verschluss. Stellen Sie sicher, dass keine persönliche Kleidung am Hals, an den Handgelenken oder an den Knöcheln sichtbar ist.
  3. Stiefel oder Schuhüberzüge — Reinraumstiefel oder Schuhüberzüge anziehen. Stecken Sie die Beine des Overalls in die Stiefel oder ziehen Sie gemäß der SOP der Einrichtung Stiefelüberzüge über die Beine des Overalls.
  4. Haube — Stülpen Sie die Haube über den Kopf. Alle Haare müssen enthalten sein. Die Kapuze sollte den Kragen des Overalls überlappen, um eine Lücke im Nacken zu vermeiden.
  5. Schutzmaske — Tragen Sie die Gesichtsmaske auf und bedecken Sie Nase und Mund. Drücken Sie den Nasenrücken zusammen, um einen sicheren Sitz zu gewährleisten. Für Klasse A/B: sterile Maske erforderlich.
  6. Brille — Platzieren Sie die Schutzbrille über den Augen, außerhalb der Haube und der Maskenränder. Für Komfort und Compliance des Bedieners werden beschlagfreie Modelle empfohlen.
  7. Handschuhe — Ziehen Sie zuletzt Handschuhe an und ziehen Sie die Handschuhmanschetten über die Ärmel des Overalls. Für Klasse A/B: Tragen Sie doppelte Handschuhe und wechseln Sie die Außenhandschuhe in definierten Abständen gemäß SOP.

Inspektion nach dem Einkleiden: Benutzen Sie einen Ganzkörperspiegel und führen Sie einen Partnercheck durch. Jede sichtbare Haut, Haare oder persönliche Kleidung ist ein Fehler bei der Kleidung. Korrigieren Sie dies, bevor Sie den Reinraum betreten.

Klassenspezifische Unterschiede beim Anziehen

Erfordernis Klasse A/B (ISO 5) Klasse C (ISO 7) Klasse D (ISO 8)
Klassifizierung des Kleidungsbereichs Klasse B oder C mit Überstiegsbank Klasse C oder D mit Überstiegsbank Klasse D oder nicht klassifiziert mit Bank
Unterwäsche Komplette Reinraumunterwäsche, autoklavierbar Reinraum-Unterwäscheoberteil empfohlen Persönliche Unterwäsche, sofern vollständig abgedeckt
Overall Sterile, integrierte Stiefel mit Kapuze Autoklavierbare, separate Stiefel mit Kapuze Autoklavierbar oder Einwegartikel
Handschuhe Steril, Doppelhandschuh, Wechsel gemäß Protokoll Unsterile Reinraumhandschuhe Reinraumtaugliche Handschuhe
Sterilisation Alle Kleidungsstücke sind am Verwendungsort steril Autoklavierbar, unsteril akzeptabel Nicht steril akzeptabel

Fünf häufige Fehler beim Ankleiden – und wie man sie verhindert

1. Lücke zwischen Haube und Overall. Die Kapuze überragt den Kragen des Overalls nicht und lässt so eine Lücke am Hals. Lösung: Den Bedienern beibringen, die Kapuze über den Kragen zu ziehen und in den Spiegel zu schauen.
2. Handgelenkslücke. Die Handschuhmanschetten rutschen nach oben und legen die Haut am Handgelenk frei. Fix: Doppelhandschuh für Klasse A/B. Ziehen Sie bei allen Qualitäten die Handschuhmanschetten über die Ärmel des Overalls und überprüfen Sie die Dichtheit visuell.
3. Falsche Anziehreihenfolge. Vor der Maske getragene Handschuhe verunreinigen die Maske. Fix: Hängen Sie die Anziehsequenz gut sichtbar im Umkleideraum aus. Trainieren und umschulen.
4. Keine Nachkontrolle. Betreiber überspringen die Spiegelprüfung. Fix: Machen Sie eine Inspektion nach dem Einkleiden obligatorisch. Ein Partnercheck fängt auf, was ein Spiegel übersieht.
5. Schmuck und persönliche Gegenstände unter der Kleidung. Uhren, Ringe und Telefone, die unter Overalls getragen werden, erzeugen Partikelquellen und beschädigen Kleidungsstücke. Fix: Stellen Sie Schließfächer im Vor-Umkleide-Bereich bereit und setzen Sie eine Richtlinie zum Verbot der Mitnahme persönlicher Gegenstände durch.

Checkliste zur Validierung von Roben

Das Ankleiden ist ein validierter Prozess. Die folgende Checkliste deckt ab, was Prüfer von einem Roben-Validierungsprogramm erwarten.

Schriftliche SOP zum Anziehen der Kleidung mit Reihenfolge beim Anziehen, klassenspezifischen Anforderungen und Kriterien für die Inspektion nach dem Anziehen.
Aufzeichnungen über die Qualifikation der Bekleidung für jeden Bediener – Erstschulung, Kompetenzbewertung und regelmäßige Neuqualifizierung (normalerweise jährlich).
Umweltüberwachungsdaten, die belegen, dass das Umkleideverfahren den erforderlichen Reinheitsgrad erreicht.
Aufzeichnungen über Kleiderfehler – was passiert ist, Korrekturmaßnahmen und Umschulungsdokumentation.
Protokolle zur Integritätsprüfung der Kleidungsstücke – Kleidungsstücke werden vor jedem Gebrauch auf Beschädigungen oder Abnutzung überprüft.

Häufig gestellte Fragen zu Reinraumbekleidung

Wie ist die richtige Reihenfolge beim Ankleiden im Reinraum?

Unterwäsche → Overall → Stiefel → Kapuze → Gesichtsmaske → Schutzbrille → Handschuhe. Jede Schicht wird von innen nach außen aufgetragen. Handschuhe sind immer die Letzten. Tragen Sie bei Klasse A/B nach dem ersten Anziehen der Handschuhe doppelte Handschuhe.

Welche Kleidung ist für GMP-Grad B erforderlich?

Vollständige Reinraumunterwäsche, steriler Overall mit Kapuze und integrierten Stiefeln, sterile Haube, sterile Gesichtsmaske, sterile Schutzbrille und sterile Handschuhe (Doppelhandschuh). Alle Kleidungsstücke sind am Verwendungsort steril. Spiegelkontrolle nach dem Anziehen und Partnerinspektion vor Eintritt.

Wie wird Reinraumkleidung validiert?

Durch dokumentierte Bedienerqualifikation (Erstschulung, Kompetenzbewertung, jährliche Neuqualifizierung), korrelierte Umgebungsüberwachungsdaten mit Umkleideverfahren und Nachverfolgung von Umkleidefehlern mit Korrekturmaßnahmen und Umschulungsaufzeichnungen.

Was sind die häufigsten Feststellungen bei der Prüfung von Kleidern?

Unvollständige oder nicht dokumentierte Qualifikation des Bedieners beim Anziehen von Kleidung, kein Zeitplan für die Neuqualifizierung, fehlende Aufzeichnungen über fehlgeschlagene Kleidung und inkonsistente Reihenfolge beim Anziehen der Kleidung zwischen den Bedienern (SOP existiert, wird aber nicht einheitlich befolgt).

Erfordert Anhang 1 eine spezielle Validierung der Kleidung?

Anhang 1 verlangt, dass Umkleideverfahren validiert, dokumentiert und in die Kontaminationskontrollstrategie (CCS) integriert werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Qualifikation des Bedieners, der Korrelation der Umgebungsüberwachung und der regelmäßigen Neuqualifizierung. Die spezifische Anziehreihenfolge ist einrichtungsspezifisch festgelegt, muss jedoch begründet und dokumentiert werden.

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